Warum unsere Tage länger werden

Die Erde dreht sich – langsam, aber stetig – langsamer. Klingt unglaublich? Ist aber so. Tatsächlich wird ein Tag auf der Erde im Laufe der Zeit immer etwas länger, auch wenn dieser Effekt für uns kaum spürbar ist.

Wissenschaftler wissen: In etwa 50.000 Jahren wird ein Tag genau eine Sekunde länger sein als heute. Das klingt nach wenig – doch es ist ein Zeichen dafür, dass unsere Erde sich allmählich verlangsamt. Die Schuld dafür trägt vor allem der Mond.

Die Gezeitenbremse

Der Mond übt durch seine Schwerkraft eine Wirkung auf die Erde aus – besonders an den Ozeanen. Die Gezeiten, also Ebbe und Flut, entstehen durch diese Anziehung. Doch diese Bewegung der Wasserflächen reibt gewissermaßen an der Erdoberfläche und bremst die Erdrotation leicht ab. Dieser Effekt wird „Gezeitenreibung“ genannt.

Früher, vor Hunderten von Millionen von Jahren, war ein Tag auf der Erde nur etwa 22 Stunden lang. Im Laufe der Jahrmillionen hat sich die Rotationsdauer durch diese langsame Abbremsung verlängert. Und sie wird es auch weiterhin – wenn auch so langsam, dass niemand im Alltag etwas davon merkt.

So wird die Erde zwar nicht plötzlich langsamer, aber über riesige Zeiträume hinweg verändert sie ihr Tempo. Ein Beweis dafür, dass selbst die stetigsten Dinge – wie der Lauf der Zeit – letztlich nicht stehenbleiben.

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