Ab wann gilt man in Deutschland als reich?

Die Frage, ab wann man in Deutschland als reich gilt, beschäftigt viele – besonders, wenn es um eigene finanzielle Ziele geht. Wer mit 200.000 Euro im Jahr nach Steuern verdient, liegt deutlich über dem Durchschnitt, aber reicht das schon, um als „reich“ zu gelten?

Laut dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales gilt eine Person als einkommensmäßig reich, wenn sie dreimal so viel verdient wie der Median der Nettoeinkünfte aller Deutschen. Dieser Median liegt aktuell bei knapp 1.900 Euro pro Monat. Drei Mal das entspricht etwa 5.700 Euro Netto im Monat – oder rund 68.400 Euro Brutto im Jahr. Wer also regelmäßig mehr als diesen Betrag verdient, wird statistisch als einkommensstark bis reich eingestuft.

Ein Jahresgehalt von 200.000 Euro bedeutet damit deutlich mehr als das Doppelte dieses Schwellenwerts. Selbst nach Steuern und Sozialabgaben bleibt hier ein überdurchschnittlich hohes verfügbares Einkommen. Ob man sich aber selbst als „reich“ fühlt, hängt natürlich auch vom Lebensstil, der Wohngegend und den persönlichen Verpflichtungen ab. In einer Großstadt wie München oder Frankfurt kann selbst ein hohes Einkommen schnell gebunden sein – etwa durch hohe Mieten oder Lebenshaltungskosten.

Trotzdem: Wer 200.000 Euro im Jahr verdient, gehört eindeutig zur Spitzenverdienergruppe** in Deutschland. In der Praxis bedeutet das mehr finanzielle Sicherheit, bessere Kreditkonditionen und größere Freiheiten bei der Lebensgestaltung. Reichtum ist zwar nicht nur eine Frage des Kontostands – aber dieser Betrag ist ein klarer Hinweis, dass man wirtschaftlich sehr gut dasteht.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen