Wer hat ein besonders hohes Risiko für Hautkrebs?

Das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, steigt mit dem Alter deutlich an. Besonders häufig wird die Erkrankung bei Menschen zwischen 75 und 79 Jahren diagnostiziert. In dieser Altersgruppe leiden jährlich etwa 840 von 100.000 Personen an schwarzem Hautkrebs (Melanom). Im Vergleich dazu ist die Erkrankungsrate bei jüngeren Menschen deutlich geringer: Bei den 20- bis 24-Jährigen sind es nur 41 pro 100.000.

Interessant ist jedoch ein früherer Häufungspunkt bei Frauen: Auffällig oft werden sie zwischen 45 und 54 Jahren mit der Diagnose Hautkrebs konfrontiert. Experten vermuten, dass hier neben natürlichen Faktoren auch verstärkte Vorsorgeuntersuchungen eine Rolle spielen könnten – viele Frauen lassen sich in diesem Lebensabschnitt häufiger durchchecken, wodurch mehr Fälle entdeckt werden.

Wichtige Risikofaktoren neben dem Alter sind helle Haut, häufige Sonnenbrände in der Kindheit, eine große Anzahl von Muttermalen und familiäre Vorbelastung. Doch jeder kann etwas tun, um das Risiko zu senken: Regelmäßige Hautkontrollen, Schutz durch Kleidung, Hut und Sonnencreme sowie der Verzicht aufs Solarium sind sinnvolle Maßnahmen.

Die Deutsche Krebsgesellschaft betont: Früherkennung rettet Leben. Wer Veränderungen an Muttermalen bemerkt – etwa bei Größe, Farbe oder Form – sollte zeitnah einen Arzt aufsuchen. Viele Hautkrebsarten sind bei rechtzeitiger Behandlung sehr gut heilbar.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen