Ist Angeln im Islam erlaubt? Die Regelungen zu Fisch und Meeresfrüchten

Im Islam gelten für die tägliche Ernährung klare Richtlinien. Während Landtiere wie Rinder oder Geflügel nach rituellen Vorschriften geschächtet werden müssen, nehmen Fische eine wichtige Sonderstellung ein. Sie bedürfen keiner Halal-Schlachtung durch einen Muslim, um für den Verzehr geeignet zu sein.

Der maßgebliche Grundsatz beim Angeln und Fischfang betrifft die Art des Tötens. Ein Fisch ist dann halal, wenn er außerhalb des Wassers – beispielsweise an Land oder an Bord eines Bootes – stirbt beziehungsweise getötet wird. Sobald das Tier dem Wasser entnommen ist, gilt das Fleisch als rein und erlaubt.

Das Angeln zur Nahrungsbeschaffung ist somit uneingeschränkt erlaubt. Wichtig ist dabei stets ein respektvoller Umgang mit der Kreatur. Unnötiges Quälen der Tiere ist verboten, weshalb gefangene Fische zügig und waidgerecht versorgt werden sollten. Wer angelt, tut dies im Einklang mit den islamischen Speisevorschriften, solange der Fang einer sinnvollen Verwertung als Lebensmittel dient.

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