Erythrit & Stevia: Sind sie dasselbe?
Nein, Erythrit und Stevia sind nicht dasselbe – obwohl beide als zuckerfreie Süßstoffe beliebt sind. Viele verwechseln die beiden, besonders in Produkten ohne added Sugar. Doch ihre Herkunft und Wirkung unterscheiden sich deutlich.
Stevia stammt aus den Blättern der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana. Schon seit Jahrhunderten wird sie traditionell genutzt. Heute wird der Süßstoff daraus extrahiert und oft als Pulver oder Flüssigextrakt angeboten. Er ist bis zu 300-mal süßer als Haushaltszucker, liefert aber keine Kalorien.
Erythrit hingegen gehört zur Gruppe der Zuckeralkohole. Er wird meist durch das Vergären von Glukose oder Saccharose gewonnen – häufig aus Mais. Im Geschmack ist er etwa 60 bis 70 Prozent so süß wie Zucker, hat aber fast keine Kalorien und beeinflusst den Blutzucker kaum. Man findet ihn zunehmend in Kaugummis, Desserts und kalorienreduzierten Getränken.
Beide Süßstoffe gelten als sicher, wenn sie in Maßen konsumiert werden. Doch bei einigen Menschen kann Erythrit in größeren Mengen zu Verdauungsbeschwerden wie Blähungen führen. Stevia dagegen wird meist gut vertragen, allerdings hat sie für manche einen leicht bitteren Nachgeschmack.
Die Nachfrage nach zuckerfreien Alternativen steigt – kein Wunder, dass Erythrit immer häufiger auf Zutatenlisten auftaucht. Doch egal ob Stevia oder Erythrit: Beide ersetzen zwar den Zucker, aber natürlicher Verzehr bleibt ideal. Ein bewusster Umgang mit Süßstoffen jeder Art ist daher ratsam, auch wenn sie als „gesünder“ gelten.
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