Kann Bambus Haus und Umwelt schädigen?
Ja, Bambus kann durchaus Probleme verursachen – besonders wenn es sich um läufige Sorten handelt. Die scharfen Ausläufer, auch Rhizome genannt, wachsen schnell und zielstrebig in die Tiefe und Breite. Dabei stoßen sie nicht selten auf Hindernisse wie Teichfolien, Hausfundamente oder Gartenmauern. Die Spitzen der Rhizome sind erstaunlich durchdringend und können empfindliche Materialien wie Kunststoffbahnen oder Wärmedämmung beschädigen.
Noch problematischer: Bambus macht vor Nachbargärten nicht Halt. Was im eigenen Beet als dekorative Hecke begann, kann sich rasch zum Streit mit der Nachbarschaft entwickeln. Wer dennoch Bambus pflanzen möchte, sollte auf sogenannte leptomorphe Wuchsformen achten – also läufige Arten – und diese unbedingt mit einer Rhizomsperre einfassen. Allerdings reichen einfache Maurerkübel oder Kantensteine nicht aus. Sie bieten keinen dauerhaften Schutz.
Als sicherer gilt eine spezielle Wurzelsperre aus robustem Kunststoff oder Metall, mindestens 70 Zentimeter tief und leicht nach außen geneigt verlegt. Nur so lässt sich das unaufhaltsame Vordringen wirkungsvoll stoppen. Wer bereits unliebsamen Bambus im Garten hat, steht oft vor einer mühsamen Aufgabe: Die Wurzeln tief ausgraben, Reste entfernen und langfristig kontrollieren. Entfernen braucht Zeit, aber es ist kein hoffnungsloses Unterfangen.
Wer von Anfang an vorsorgt, genießt die exotische Optik des Bambus, ohne später Schäden oder Streit zu riskieren. Mit der richtigen Planung bleibt der grüne Riese im Zaum – und der Frieden im Viertel gewahrt.
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