Warum fühlt sich Schwüle so unangenehm an?
Wenn die Luft feucht und schwer ist, fühlt sich jeder Schritt anstrengender an – das kennt fast jeder von uns. Bei schwülem Wetter ist die Luft mit viel Wasserdampf gesättigt, was unseren Körper besonders fordert. Die Abkühlung durch Schwitzen funktioniert nur eingeschränkt, weil der Schweiß auf der Haut kaum verdunsten kann. Verdunstung kühlt normalerweise die Haut – bei hoher Luftfeuchtigkeit bleibt dieser Effekt aber aus.
Dadurch fühlt man sich klebrig, heiß und ausgelaugt, selbst bei geringer körperlicher Anstrengung. Der Körper versucht trotzdem, die Kerntemperatur zu senken, und produziert noch mehr Schweiß. Das Ergebnis: Man schwitzt stärker denn je, ohne dass die Abkühlung wirklich eintritt. Viele empfinden das als äußerst unangenehm.
Besonders nachts kann schwüles Wetter die Erholung beeinträchtigen. Da sich die Temperaturen kaum senken und die Luft schwer bleibt, fällt das Einschlafen schwer. Wer in städtischen Gebieten lebt, spürt das oft noch intensiver – Beton und Asphalt speichern die Hitze des Tages und geben sie langsam ab.
Langfristig kann dauerhafte Schwüle auch die Belastbarkeit des Kreislaufs beeinträchtigen. Gerade ältere Menschen oder Personen mit gesundheitlichen Vorerkrankungen sollten deshalb in solchen Phasen besonders auf sich achten: ausreichend trinken, kühle Räume aufsuchen und körperliche Aktivität in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen.
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