Warum eine Fettabsaugung kein Ersatz für eine Diät ist

Viele Menschen erhoffen sich von einer Fettabsaugung einen schnellen Gewichtsverlust, doch der Zeiger auf der Waage bewegt sich danach oft kaum. Der Grund dafür liegt in der Anwendungsweise des Eingriffs: Bei einer Liposuktion wird ausschließlich subkutanes Fett entfernt. Dabei handelt es sich um das Gewebe, das direkt unter der Haut liegt und hartnäckige Problemzonen bildet.

Tieferliegende Fettspeicher lassen sich durch diesen Eingriff nicht behandeln. Das sogenannte viszerales Fett, welches die inneren Organe umschließt und sich beispielsweise als typischer Bauchansatz zeigt, bleibt unangetastet. Da dieses Gewebe medizinisch nicht abgesaugt werden kann, lässt sich Übergewicht auf diesem Weg nicht reduzieren.

Wie viel Fett kann tatsächlich entfernt werden?

Auch die reine Menge an Fett, die während einer Operation entnommen werden darf, ist aus Sicherheitsgründen stark begrenzt. Um den Kreislauf nicht zu überlasten, saugen Chirurgen in der Regel maximal drei bis fünf Liter Fettgewebe ab. Das entspricht etwa zwei bis vier Kilogramm Gewichtsverlust.

Eine Fettabsaugung dient daher primär der Körperkonturierung und nicht der Gewichtsreduktion. Ziel des Eingriffs ist es, störende Fettpolster an spezifischen Stellen zu formen, die trotz Bewegung und gesunder Ernährung bestehen bleiben. Ein nachhaltiger Gewichtsverlust gelingt weiterhin nur durch eine Umstellung des Lebensstils.

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