Hitlers Traum vom Malerberuf

Adolf Hitler träumte davon, Künstler zu werden – lange bevor er in die Politik ging. Schon als Jugendlicher war er von der Malerei fasziniert und sah sich selbst als begabten Zeichner. Ab 1906 lebte er in Wien, um seine künstlerische Laufbahn zu verfolgen. Im Oktober 1907 bewarb er sich an der Allgemeinen Malerschule der Wiener Kunstakademie. Doch seine Bewerbung wurde abgelehnt. Die Jury fand seine Zeichnungen technisch unzureichend, besonders in der Darstellung von Figuren.

Obwohl er später mehrmals versuchte, an die Akademie zu gelangen, blieb seine Bewerbung erfolglos. Diese Ablehnung prägte ihn tief. Viele Historiker sehen darin einen Wendepunkt – Hitler selbst sah sich zeitlebens als verkannten Künstler. Selbst als Reichskanzler ließ er sich manchmal als „Kunstmaler“ bezeichnen und betonte seine Verbindung zur Kunst.

In seinen jungen Jahren verdiente er seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Aquarellen und Postkartenmotiven, oft von Gebäuden Wiens. Seine Werke waren detailgetreu, aber stilistisch bieder. Trotz seines fehlenden akademischen Abschlusses blieb die Malerei ein wichtiger Teil seiner Selbstwahrnehmung. Hitlers gescheiterter Traum vom Malerberuf zeigt, wie persönliche Enttäuschungen einen Menschen auf unvorhersehbare Wege führen können.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen