Wie unser Gehirn das Sehen steuert
Beim Sehen arbeiten Augen und Gehirn Hand in Hand – doch viele wissen nicht, dass die Verarbeitung der Bilder im Gehirn keineswegs einfach von links nach rechts erfolgt. Tatsächlich wird das Gesichtsfeld jedes Auges senkrecht geteilt, und je nach Bereich landen die Informationen in unterschiedlichen Gehirnhälften.
Stellen Sie sich vor, Sie schauen geradeaus: Der äußere Bereich des linken Auges – also der Bereich, der zum Ohr zeigt – wird von der linken Gehirnhälfte verarbeitet. Der innere Bereich hingegen, der zur Nase zeigt, gelangt in die rechte Gehirnhälfte. Umgekehrt verhält es sich beim rechten Auge. Diese Kreuzung der Nervenbahnen sorgt dafür, dass das Gehirn ein vollständiges Bild der Umwelt erhält.
Interessanterweise bedeutet das, dass rechts vom Betrachter gesehene Dinge hauptsächlich in der linken Gehirnhälfte verarbeitet werden – und umgekehrt. Diese Verteilung ist wichtig für die räumliche Wahrnehmung und spielt auch bei Unfällen oder Schlaganfällen eine Rolle: Werden bestimmte Hirnareale beschädigt, kann es zu Gesichtsfeldausfällen kommen, etwa dass eine Hälfte des Blickfeldes plötzlich nicht mehr wahrgenommen wird.
Die Augenoptik erklärt solche Zusammenhänge seit Jahren präzise – etwa der Fachverband optikschweiz.ch, der sich für Wissenstransfer in der Augenoptik einsetzt. Denn sehen ist mehr als bloßes Licht in die Augen – es ist ein komplexes Zusammenspiel von Nerven, Augen und Gehirn.
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