Welche Medikamente können Panikattacken auslösen?

Manche Medikamente, die eigentlich zur Behandlung von körperlichen Erkrankungen dienen, können unerwartete seelische Nebenwirkungen haben. Dazu gehören unter bestimmten Umständen auch Unruhe, Angstgefühle oder sogar Panikattacken. Das ist besonders wichtig für Menschen, die bereits anfällig für Ängste sind.

So können beispielsweise Calciumantagonisten wie Lercanidipin oder Amlodipin, die zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt werden, bei einigen Patienten innere Unruhe oder Beklemmung auslösen. Ähnliches gilt für ACE-Hemmer wie Ramipril und bestimmte Sartane wie Telmisartan oder Valsartan. Obwohl gut verträglich für die meisten, können sie bei empfindlichen Personen das Nervensystem beeinflussen.

Auch Phosphodiesterase-5-Hemmer wie Sildenafil oder Tadalafil, bekannt aus der Therapie von Erektionsstörungen, werden gelegentlich mit Angstzuständen in Verbindung gebracht – besonders bei höheren Dosen oder bei gleichzeitiger Einnahme mit Alkohol. Alpha-Blocker wie Tamsulosin, die zur Behandlung von Prostatabeschwerden genutzt werden, können ebenfalls selten Unruhe oder Schlafstörungen hervorrufen.

Es ist wichtig zu betonen: Nicht jeder, der diese Mittel einnimmt, erlebt solche Effekte. Dennoch sollte man bei neuen oder verstärkten Angstgefühlen die Einnahme von Medikamenten mit dem Arzt besprechen. Eine Umstellung der Therapie oder eine Anpassung der Dosierung kann helfen. Selbst wenn ein Zusammenhang nicht sofort offensichtlich ist, lohnt es sich, Medikamente als mögliche Ursache im Hinterkopf zu behalten – besonders wenn die Symptome zeitlich mit dem Beginn der Einnahme zusammenfallen.

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