Wann ist der Sauerstoffgehalt im Blut kritisch?

Die Sauerstoffsättigung im Blut, auch SpO2 genannt, ist ein wichtiger Gesundheitsindikator – besonders beim Atmen, in der Nacht oder bei Atembeschwerden. Normalerweise liegt ein gesunder Wert bei etwa 95 bis 98 Prozent, auch während des Schlafes. Doch ab wann wird es gefährlich?

Unter 94 Prozent wird es kritisch: Fällt die Sauerstoffsättigkeit im Blut auf Werte zwischen 94 und 90 Prozent, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Solche Werte können auf eine beginnende Hypoxie hindeuten – also eine Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff. Oft bemerken Betroffene kaum Symptome, besonders nachts, weshalb eine Abklärung wichtig ist.

Unter 90 Prozent gilt die Hypoxie als manifest – eine medizinische Behandlung ist dringend nötig. Wer unter 80 Prozent misst, sollte umgehend ärztliche Hilfe suchen, denn es drohen Organschäden. Und bei Werten unter 70 Prozent droht akute Lebensgefahr. In solchen Fällen gilt: sofort die Notaufnahme aufsuchen oder den Rettungsdienst rufen.

Gerade bei Erkrankungen wie COPD, schweren Lungeninfektionen oder Schlafapnoe kann sich die Sauerstoffsättigung unerkannt verschlechtern. Ein Pulsoximeter, das am Finger gemessen wird, hilft, den Wert zu überwachen. Doch Vorsicht: Kein Gerät ersetzt eine ärztliche Diagnose. Wer unsicher ist oder dauerhaft Atemprobleme hat, sollte sich frühzeitig untersuchen lassen.

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