Wie erkläre ich einem Kind das Präteritum?
Stell dir vor, du erzählst eine Geschichte aus früheren Zeiten – vielleicht von einem Abenteuer, das ein Ritter vor langer Zeit erlebt hat. Dann sagst du: „Er ritt auf einem weißen Pferd“ und nicht: „Er ist auf einem Pferd geritten“. Das ist das Präteritum – eine Zeitform, um über die Vergangenheit zu sprechen, besonders in Geschichten.
Im Deutschen gibt es zwei Arten, über etwas Vergangenes zu erzählen: das Perfekt und das Präteritum. Im Alltag sagen wir meistens: „Ich habe gegessen“ oder „Wir sind nach Hause gegangen“ – das ist das Perfekt. Aber wenn wir lesen – zum Beispiel in einem Buch –, steht oft: „Er aß hungrig sein Brot“ oder „Sie lief schnell ins Haus“. Das ist das Präteritum.
Für Kinder kann man das Präteritum am besten mit Märchen erklären. Denn dort hört man Sätze wie: „Es war einmal ein kleines Mädchen“ oder „Der Wolf sprach mit tiefer Stimme“. Diese Formen klingen ein bisschen wie aus einer anderen Welt – und genau dafür braucht man sie: für Geschichten, Berichte oder Geschichtsbücher.
Im Mündlichen benutzen wir das Präteritum nur bei einigen Verben oft – wie war, hatte, sagte, ging. Die meisten anderen Verben sagt man im Gespräch lieber im Perfekt: „Ich habe gespielt“ statt „Ich spielte“.
Am Ende ist das Präteritum wie ein kleines Zeitreise-Wort: Es hilft, in frühere Zeiten abzutauchen – besonders beim Vorlesen, Lesen oder Schreiben. Umso wichtiger, dass Kinder langsam vertraut damit werden – am besten mit lustigen Geschichten und vielen Beispielen aus ihrem Alltag.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.