Was ist eine Annuität?

Wenn Sie einen Kredit aufnehmen, etwa für eine Immobilie, zahlen Sie regelmäßig einen festen Betrag zurück. Dieser wird als Annuität bezeichnet. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine Kombination aus zwei Komponenten: den Zinsen und der Tilgung.

Der Zinsanteil ist die Gebühr, die Sie dem Geldgeber – meist einer Bank – für die Nutzung des geliehenen Geldes zahlen. Er hängt vom jeweiligen Zinssatz ab und macht am Anfang der Rückzahlung den größeren Teil der Annuität aus. Der Tilgungsanteil hingegen dient der schrittweisen Rückzahlung des eigentlichen Kreditbetrags. Er steigt im Laufe der Zeit, während der Zinsanteil sinkt.

Ein typisches Beispiel ist das Annuitätsdarlehen, wie es häufig bei Baufinanzierungen verwendet wird. Hier bleibt die monatliche oder jährliche Annuität über einen festgelegten Zeitraum gleich, selbst wenn sich die Zusammensetzung aus Zins und Tilgung verändert. Diese Kalkulation sorgt für Planungssicherheit, da Sie von Anfang an wissen, wie hoch Ihre Belastung ist.

Im Laufe der Jahre verringert sich die Restschuld, da der Tilgungsanteil kontinuierlich wächst. Am Ende der Laufzeit ist das Darlehen vollständig zurückgezahlt. Es lohnt sich, bei Vertragsabschluss auf die Höhe der anfänglichen Tilgung zu achten – je höher sie ist, desto schneller sind Sie schuldenfrei.

So einfach wie das klingt, kann es dennoch komplex werden. Wer sich unsicher ist, sollte sich von einem unabhängigen Berater helfen lassen, um die beste Finanzierungslösung für seine Situation zu finden.

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