Wie oft man Freunde wirklich treffen sollte

Einmal im Monat – das klingt nach nicht viel, reicht laut aktuellen Erkenntnissen aus der Zufriedenheitsforschung aber aus, um den positiven Effekt einer Freundschaft wirklich zu spüren. Regelmäßige Treffen, selbst wenn sie selten sind, stärken das emotionale Wohlbefinden und sorgen dafür, dass man sich verbunden fühlt.

Der Psychologe Scheuermann weist darauf hin, dass es dabei nicht um die Häufigkeit geht, sondern um die Qualität des Kontakts. Ein gemeinsamer Kaffee, ein Spaziergang oder ein ehrliches Gespräch – solche Momente schaffen Nähe, auch wenn sie nur einmal im Monat stattfinden. Wichtig ist, dass das Treffen bewusst wahrgenommen wird, nicht nur aus Pflichtgefühl.

Viele Menschen fühlen sich heutzutage überfordert mit der Pflege von Freundschaften – Termine, Familie, Job. Doch gerade in stressigen Zeiten kann ein kurzer Austausch mit einem engen Freund helfen, runterzukommen und neuen Halt zu finden. Die Forschung zeigt: Es geht nicht darum, ständig erreichbar zu sein, sondern darum, echte Momente der Verbundenheit zu schaffen.

Interessant ist auch, dass digitale Kontakte allein diesen Effekt nicht ersetzen können. Ein Anruf oder eine Nachricht ist schön, aber kein Ersatz für ein persönliches Treffen. Selbst ein kurzes Zusammensein im Park oder vor dem Supermarkt kann mehr bewirken, als man denkt.

Die Botschaft ist klar: Eine Freundschaft lebt nicht von der Anzahl der Treffen, sondern von der Tiefe. Wer also glaubt, er müsse seine Freunde ständig sehen, um eine gute Beziehung zu haben – der kann beruhigt sein. Einmal im Monat reicht, um das Gefühl von Zugehörigkeit und Zufriedenheit zu stärken – vorausgesetzt, man ist wirklich da, wenn man zusammensitzt.

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