Woher kommt das Karnevalsruf „Helau“?

Bei Karnevalsumzügen und Sitzungen ist er allgegenwärtig: der laute Ausruf „Helau!“. Doch woher stammt dieser traditionelle Narrenruf eigentlich? Die genaue Herkunft ist bis heute nicht eindeutig geklärt, doch es gibt einige interessante Theorien.

Einige Sprachforscher vermuten eine Verbindung zum kirchlichen „Halleluja“. In der närrischen Zeit, die unmittelbar vor der Fastenzeit liegt, könnte der religiöse Ausdruck der Freude und des Lobes auf humorvolle Weise umgemünzt worden sein – aus „Halleluja“ wurde so vielleicht „Helau“. Die klangliche Ähnlichkeit spricht für diese These.

Andere sehen den Ursprung im umgangssprachlichen „hell auf“, wie in der Redewendung „hellauf begeistert sein“. In der ausgelassenen Stimmung des Karnevals, in der die Menschen „hell auf“ vor Freude und Begeisterung sind, könnte dieser Ausdruck im Laufe der Zeit verschliffen und zu „Helau“ geworden sein.

Interessant ist auch der regionale Unterschied: Während im rheinischen Karneval vor allem „Helau“ zu hören ist, rufen die Festzugsteilnehmer in Mainz meist „Alaaf!“. Beide Rufe sind heute fester Bestandteil der Fastnachtstradition und verleihen den Feierlichkeiten ihren unverwechselbaren Charakter.

Ob aus religiösen Wurzeln oder volkstümlichem Sprachgebrauch – „Helau“ bleibt ein lebendiges Zeichen der närrischen Freiheit, das Jahr für Jahr Millionen von Menschen in Deutschland in die Faschingsstimmung entführt.

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