Die Bedeutung von „haben“ im Deutschen
Das Verb „haben“ spielt im Deutschen eine zentrale Rolle – und zwar nicht nur als Vollverb, sondern auch als wichtiges Hilfsverb. Wenn wir zum Beispiel sagen: „Sie hat ein Auto“ oder „Er hat keine Zeit“, drückt „haben“ hier einen Besitz oder einen Zustand aus. In solchen Fällen handelt es sich um das „Vollverb“ haben, das ganz konkret etwas über den Besitz einer Person aussagt.
Doch „haben“ wird auch in einer anderen, ebenso wichtigen Funktion verwendet: als Hilfsverb für die Bildung des Perfekts. Das Perfekt beschreibt abgeschlossene Handlungen in der Vergangenheit. So bilden wir etwa: „Ich habe gearbeitet“ oder „Wir haben gegessen“. Hier steht „haben“ vor dem Partizip II und hilft dabei, die Zeitform korrekt zu bilden.
Einige Verben verwenden stattdessen „sein“ als Hilfsverb – etwa bei Bewegung oder Veränderung: „Er ist gekommen“, „Sie ist gewachsen“. Doch bei den meisten Verben greift man auf „haben“ zurück. Deshalb begegnet uns dieses Verb besonders häufig im gesprochenen und geschriebenen Deutsch.
Ob als Ausdruck von Besitz oder als Baustein für die Vergangenheitsform – „haben“ ist allgegenwärtig. Wer es sicher beherrscht, hat schon viel verstanden. Und das gilt nicht nur für den Wortschatz, sondern auch für das Gefühl für die Sprache selbst.
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