Was frisst der Tintenfisch – und was nicht?

Obwohl viele Menschen Tintenfische und Oktopusse als Meeresräuber fürchten, sind sie in Wirklichkeit keine Gefahr für den Menschen. Doch was steht eigentlich auf ihrem Speiseplan? Oktopusse bevorzugen kleine Meerestiere, die sie geschickt mit ihren Armen fangen.

Statt große Beute zu jagen, schleichen sie sich durch das Unterwasserreich – oft in der Nähe von Felsriffen – und suchen gezielt nach Garnelen, Krabben, kleinen Hummern oder Muscheln. Mit ihren langen, beweglichen Armen tasten sie Felsspalten ab, hebeln Steine beiseite und spüren so ihre Beute auf. Manche Oktopusse nutzen sogar Werkzeuge: Sie sammeln Muscheln oder Steine, um sich einen Unterschlupf zu bauen oder ihre Funde aufzubrechen.

Interessant: Obwohl sie selbst manchmal auf dem Speisezettel von Fischen, Haien oder Seelöwen stehen, sind Oktopusse alles andere als passive Opfer. Ihre Intelligenz und ihre listigen Jagdtechniken machen sie zu faszinierenden Bewohnern der Meere. Doch sie fressen – anders als oft angenommen – weder große Fische noch Menschen. Ihr Speiseplan ist viel spezifischer und viel kleiner.

Die Jagd verläuft meist leise und präzise. Einmal erwischt, hat eine Krabbe kaum noch eine Chance. Der Oktopus nutzt seinen starken Schnabel, um die Schale zu knacken. Und danach? Rückzug in die Höhle – das Risiko, selbst zur Beute zu werden, ist im offenen Wasser einfach zu groß. So überlistet der Oktopus Tag für Tag das Meer – stets klug, stets vorsichtig.

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