Was passiert kurz vor einer Ohnmacht?

Bevor jemand ohnmächtig wird, meldet der Körper oft mit deutlichen Warnzeichen, dass etwas nicht stimmt. Viele Menschen verspüren plötzlich Schwindel, ein Druckgefühl im Kopf oder werden blass. Manchmal setzt der Herzschlag für kurze Zeit aus – oder das Herz schlägt so rasend schnell, dass es das Blut nicht mehr effektiv durch den Körper pumpen kann. Die Folge: das Gehirn bekommt vorübergehend zu wenig Sauerstoff.

Schon nach wenigen Sekunden ohne ausreichende Blutversorgung tritt die Bewusstlosigkeit ein. Der Betroffene sackt meist langsam oder plötzlich zusammen, atmet oft flach weiter und reagiert nicht auf Ansprache. Die Dauer der Ohnmacht hängt stark davon ab, wie lange die Herzrhythmusstörung anhält. In den meisten Fällen erholt sich der Körper innerhalb von Minuten von selbst, besonders wenn die Person flach liegt und die Beine hochgelagert werden können.

Doch nicht jede Ohnmacht ist harmlos. Wenn sie ohne erkennbaren Auslöser wie Hitze, Angst oder Schock auftritt, kann sie ein Zeichen für eine ernsthafte Herzerkrankung sein. Besonders wenn zusätzlich Brustschmerzen, Atemnot oder ein kalter Schweißauflauf auftreten, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Regelmäßige Untersuchungen können helfen, lebensbedrohliche Rhythmusstörungen früh zu erkennen.

Wer selbst schon einmal kurz ohnmächtig war oder bei jemand anderem eine Ohnmacht miterlebt hat, sollte das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Manchmal ist es nur ein kurzer Moment – doch hinter der Ohnmacht kann sich eine ernste Ursache verbergen, die medizinisch abgeklärt werden muss.

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