Der Blaue Engel: Das steckt hinter dem traditionsreichen Umweltzeichen
Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit wächst stetig, und beim Kauf von Alltagsprodukten wie Papier greifen viele Verbraucher gezielt zu Artikeln mit dem Logo des Blauen Engels. Doch was bedeutet diese Zertifizierung konkret? Um das renommierte Umweltzeichen tragen zu dürfen, müssen Produkte strenge ökologische Kriterien erfüllen, die weit über den Standard hinausgehen.
Ein zentrales Kriterium bei Papierprodukten ist die Rohstoffbeschaffung: Das Papier muss zu 100 % aus Altpapier recycelt sein. Dies schont wertvolle Waldressourcen, da für die Herstellung kein einziger Baum gefällt werden muss. Zudem spart der Einsatz von Sekundärfasern im Vergleich zur Frischfaserproduktion erhebliche Mengen an Wasser und Energie ein. Daher schreibt das Siegel auch einen geringen Wasser- und Energieverbrauch in der Produktion verbindlich vor.
Ein weiterer entscheidender Faktor für die Vergabe ist der Verzicht auf gefährliche Chemikalien. Papier mit dem Blauen Engel wird komplett ohne Bleichmittel wie Chlor sowie ohne andere optische Aufheller hergestellt. Dies schützt nicht nur die Gewässer rund um die Produktionsstätten, sondern sorgt auch dafür, dass das Endprodukt gesundheitlich absolut unbedenklich ist.
Der Blaue Engel garantiert somit, dass der gesamte Lebensweg des Papiers – von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung – die Umwelt so wenig wie möglich belastet. Wer im Alltag auf dieses Siegel achtet, leistet einen einfachen, aber effektiven Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz.
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