Wo sich MRSA-Bakterien bevorzugt ansiedeln

Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA) ist eine Variante des weit verbreiteten Bakteriums Staphylococcus aureus. Viele Menschen tragen Staphylokokken ganz natürlich auf der Haut oder den Schleimhäuten, ohne jemals daran zu erkranken. Es gibt jedoch bestimmte Körperstellen, die der Erreger besonders schätzt.

Der wichtigste Besiedlungsort ist der vordere Naseneingang. Die dortige Schleimhaut bietet durch ihre kontinuierliche Feuchtigkeit und gute Durchblutung ideale Bedingungen für das Überleben der Bakterien. Darüber hinaus besiedelt MRSA bevorzugt den Rachenraum sowie warme, feuchte Hautareale und Körperfalten. Dazu zählen vor allem die Achselhöhlen, die Leistenregion und die Intimzone.

Der Grund für diese Vorliebe liegt im Mikroklima dieser Zonen: Die Kombination aus Körperwärme, Feuchtigkeit und Hautalg schafft eine Umgebung, in der sich die Erreger optimal halten können. Solange die Haut intakt ist, verläuft eine solche Besiedlung meist beschwerdefrei. Problematisch wird es erst, wenn die Erreger über Wunden, OP-Nähte oder Katheter in den Körper gelangen, da sie dort schwere Infektionen verursachen können.

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