Wo in Europa leben die Menschen am kürzesten?

In Europa unterscheiden sich die Lebenserwartungen zwischen den Ländern deutlich. Während Spanien mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 83,3 Jahren führt, gefolgt von Schweden, Luxemburg und Italien, sieht es im Osten des Kontinents anders aus.

Bulgarien, mit nur 71,4 Lebensjahren bei Geburt, hat die niedrigste Lebenserwartung in der Europäischen Union. Auch Rumänien (72,8 Jahre) und Lettland (73,1 Jahre) liegen deutlich unter dem europäischen Durchschnitt. Diese Unterschiede hängen unter anderem mit gesundheitlichen Versorgung, Lebensstil, wirtschaftlichen Bedingungen und Zugang zu medizinischer Betreuung zusammen.

Experten verweisen darauf, dass Faktoren wie Rauchen, Ernährung, Alkoholkonsum und der Zugang zu präventiver Medizin eine große Rolle spielen. In Ländern mit niedrigerer Lebenserwartung sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs weiterhin häufige Todesursachen. Gleichzeitig profitieren Länder wie Spanien von einer starken Gesundheitsversorgung, einer mediterranen Ernährung und einem aktiven Lebensstil, der zur hohen Lebenserwartung beiträgt.

Die Zahlen zeigen, dass Lebensqualität und Lebensdauer eng miteinander verknüpft sind. Während einige Länder Fortschritte machen, bleibt in anderen Handlungsbedarf, besonders im Gesundheitswesen und in der sozialen Infrastruktur. Die Kluft zwischen West- und Osteuropa bleibt sichtbar – nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesundheitlich.

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