Wann brauchen Pflanzen eine Wurzelsperre?
Wer einen Garten anlegt, sollte frühzeitig über eine Wurzelsperre nachdenken – besonders bei bestimmten Pflanzen, die sich sonst schnell ungezügelt ausbreiten. Neben dem bekannten Bambus, der oft als „Gartenfluch“ gilt, gibt es weitere Pflanzen, die mit einer Wurzelsperre besser im Zaum gehalten werden sollten.
Brombeeren, Walderdbeeren oder der Sanddorn wachsen über sogenannte Ausläufer und können rasch große Flächen übernehmen. Dasselbe gilt für den Essigbaum – ein anspruchsloser Baum, der in den falschen Händen zur echten Plage werden kann. Auch Stauden wie Topinambur oder Minze vermehren sich über unterirdische Rhizome und breiten sich oft unkontrolliert aus. Wer hier nicht vorsorgt, findet die Pflanze bald dort, wo sie nicht hingehört – etwa im Rasen, zwischen den Beeten oder sogar im Terrassenbelag.
Ein weiterer Tipp: Auch immergrünes Efeu kann ohne Wurzelschutz zur Problempflanze werden. Zwar wächst er oberirdisch schnell in die Höhe oder breitet sich als Bodendecker aus, doch auch unterirdisch bilden sich Wurzeln, die sich tief in den Boden graben und schwer zu entfernen sind.
Die Lösung ist einfach: Eine Wurzelsperre aus Kunststoff oder Metall, etwa 50 bis 80 cm tief eingegraben, hält das Wurzelwerk effektiv zurück. Besonders wichtig ist dies bei Beeten, die an Rasenflächen oder Wege angrenzen. So bleibt der Garten übersichtlich, und die Pflanzen entfalten ihre Schönheit – ohne fremde Territorien zu erobern.
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