Wie lange hält eine Unterlid-Entzündung an?

Eine Entzündung am Unterlid, oft verursacht durch ein Gerstenkorn oder Hagelkorn, ist zwar unangenehm, meist aber harmlos. Ein Gerstenkorn entsteht meist plötzlich durch eine bakterielle Infektion eines Talgdrüsengangs. Innerhalb weniger Tage zeigt sich eine schmerzhafte, gerötete Schwellung am Lidrand, die nach etwa einer Woche von selbst abklingt. Dann fließt der Eiter oft spontan ab und die Heilung setzt ein.

Anders verhält es sich beim Hagelkorn: Hier handelt es sich um eine schmerzlose, langsam wachsende Schwellung im Unterlid, die durch eine verstopfte Talgdrüse entsteht. Sie entwickelt sich langsamer und kann einige Wochen, manchmal sogar Monate, bestehen bleiben. Oft bildet sie sich ohne Behandlung von allein zurück – bei anhaltenden Beschwerden kann ein Arzt jedoch sanft eingreifen, etwa durch eine kleine Öffnung oder eine Ausschabung.

Um die Heilung zu unterstützen, helfen warme, feuchte Umschläge mehrmals täglich. Sie fördern die Durchblutung und können den Abfluss von Eiter beschleunigen. Wichtig ist, die betroffene Stelle nicht zu quetschen oder aufzustechen – das könnte die Entzündung verschlimmern oder auf andere Bereiche des Gesichts ausdehnen.

Wenn die Schwellung nach ein bis zwei Wochen nicht besser wird, oder wenn sich Rötung ausbreitet, Schmerzen zunehmen oder das Sehvermögen beeinträchtigt ist, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. In den meisten Fällen jedoch heilt eine Unterlid-Entzündung ohne Komplikationen aus – Geduld und sanfte Pflege sind gefragt.

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