Wie entsteht Reisstärke?
Reisstärke ist eine pflanzliche Stärke, die aus Reis gewonnen wird und in der Lebensmittelindustrie, aber auch in der Chemie oder Klebstoffherstellung vielseitig eingesetzt wird. Die Gewinnung erfolgt durch eine schonende, aber gründliche Prozesskette, die darauf abzielt, die reinste Form der Stärke zu extrahieren.
Der Prozess beginnt damit, dass der Reis zunächst gründlich gereinigt und anschließend in einer Mühle zerkleinert wird. Um die Stärke optimal vom pflanzlichen Material zu trennen, wird der Reis während des Mahlens mit einer schwachen Lauge durchtränkt. Diese alkalische Umgebung hilft dabei, Eiweiße und andere unerwünschte Bestandteile aufzulösen, während die Stärkekörner erhalten bleiben.
Der entstandene Brei wird danach in einem Bottich mit weiterer Lauge und Wasser behandelt. Durch ständiges Rühren bleibt die Stärke in Suspension, während schwerere Bestandteile wie Zellulose oder Fasern langsam zu Boden sinken. Nach einer kurzen Ruhephase wird das wässrige Gemisch, in dem die feine Stärke fein verteilt schwebt, vorsichtig abgezogen.
Durch mehrmaliges Waschen und Absetzen lässt sich die Stärke immer weiter reinigen. Am Ende wird sie getrocknet und als weißes Pulver für verschiedene Anwendungen genutzt – sei es als Verdickungsmittel in der Küche oder als Rohstoff in der Industrie.
Die Herstellung von Reisstärke ist ein gutes Beispiel dafür, wie schon seit Jahrhunderten natürliche Rohstoffe mit einfachen physikalischen und chemischen Methoden in hochwertige Produkte verwandelt werden – ohne auf moderne Technologie angewiesen zu sein.
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