Wird man mit dem Alter schwerer?
Es ist ein weit verbreitetes Phänomen: Viele Menschen nehmen im Laufe der Jahre zu, obwohl sie sich kaum anders ernähren als früher. Der Grund dafür liegt oft nicht in der Ernährung allein, sondern in den veränderten körperlichen Bedingungen mit steigendem Alter.
Der Stoffwechsel verändert sich, und das hat Auswirkungen auf das Gewicht. Mit zunehmendem Alter verbraucht der Körper weniger Energie – auch im Ruhezustand. Muskelmasse baut nach und nach ab, besonders wenn die körperliche Aktivität nachlässt. Da Muskeln mehr Energie verbrauchen als Fettgewebe, sinkt der Grundumsatz. Das bedeutet: Man nimmt bereits bei normaler Kalorienzufuhr leichter zu.Ein weiterer Faktor ist die veränderte Lebensweise. Viele Menschen bewegen sich im Alter weniger – sei es durch berufliche Veränderungen, gesundheitliche Einschränkungen oder einfach durch einen ruhigeren Alltag. Weniger Bewegung führt zu einem geringeren Gesamtenergieverbrauch. Wer dabei aber weiterhin ähnlich viel isst wie in jungen Jahren, bringt den Energiehaushalt aus dem Gleichgewicht.
Das muss aber kein Schicksal sein. Regelmäßige Bewegung, besonders Krafttraining, kann dem Muskelschwund entgegenwirken. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Eiweiß unterstützt ebenfalls die Erhaltung der Muskelmasse. So lässt sich auch im fortgeschrittenen Alter ein gesundes Gewicht halten – oder wieder erreichen.
Alter allein macht also nicht automatisch schwerer, aber die Bedingungen verändern sich. Wer darauf achtet, kann viel dafür tun, sich auch mit 50, 60 oder 70 noch leicht und fit fühlen.
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